Nachhilfe: 15 Euro beim Studenten, 40 im Institut
Der Preis hängt weniger vom Fach ab als von der Form. Ein Studierender im Einzelunterricht nimmt 15 bis 25 € die Stunde, ein Institut 25 bis 45 €, ein ausgebildeter Lehrer 40 bis 60 €.
Bei zwei Stunden in der Woche über ein Schulhalbjahr sind das 600 € beim Studenten und 1.600 € im Institut. Der Unterschied rechtfertigt eine ehrliche Frage: Was genau soll die Nachhilfe leisten?
Preise im Überblick
| Form | Je 45 Minuten | 2 Std./Woche, 20 Wochen |
|---|---|---|
| Studierende, privat | 15 – 25 € | 600 – 1.000 € |
| Nachhilfeinstitut, Gruppe | 15 – 25 € | 600 – 1.000 € |
| Nachhilfeinstitut, einzeln | 25 – 45 € | 1.000 – 1.800 € |
| Ausgebildete Lehrkraft | 40 – 60 € | 1.600 – 2.400 € |
| Online-Nachhilfe | 12 – 30 € | 480 – 1.200 € |
Institute verlangen häufig zusätzlich eine Anmeldegebühr und binden für mindestens sechs Monate. Prüfen Sie die Kündigungsfrist, bevor Sie unterschreiben.
Einzeln oder in der Gruppe
Einzelunterricht lohnt sich bei einer konkreten Lücke — ein Thema wurde nicht verstanden, eine Klausur steht an, nach längerer Krankheit fehlt Stoff. Zwei bis drei Monate genügen dann meist.
Eine kleine Gruppe von zwei bis vier Schülern ist bei allgemeiner Schwäche in einem Fach oft besser, nicht nur billiger: Die Schüler erklären sich gegenseitig, und wer etwas erklären kann, hat es verstanden.
Was fast nie funktioniert: Nachhilfe als Dauerzustand über Jahre. Dann liegt das Problem selten am Stoff, sondern an Arbeitsorganisation, Motivation oder etwas, das mit dem Fach nichts zu tun hat.
Wer die Kosten übernimmt
- Bildung und Teilhabe: Bei Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe wird Lernförderung übernommen. Seit 2019 muss die Versetzung nicht mehr gefährdet sein — es genügt, dass die Nachhilfe für das Lernziel erforderlich ist. Antrag beim Jobcenter oder der Kommune.
- Die Schule selbst: Viele Schulen bieten kostenlose Förderkurse oder Schüler-helfen-Schülern-Programme an. Fragen Sie zuerst dort, bevor Sie zahlen.
- Steuerlich: Nachhilfe ist grundsätzlich nicht absetzbar. Eine Ausnahme gilt bei einem berufsbedingten Umzug — dann sind Nachhilfekosten bis zu einem Höchstbetrag als Umzugskosten abziehbar.
Bevor Sie jemanden buchen
- Mit der Fachlehrkraft sprechen. Sie sagt Ihnen genauer als jeder Test, wo die Lücke sitzt — und manchmal, dass es keine ist.
- Eine Probestunde vereinbaren. Fachliche Eignung ist Voraussetzung, aber ob es funktioniert, entscheidet die Chemie zwischen Kind und Nachhilfelehrer.
- Ein Ziel und einen Zeitraum festlegen. „Bis zu den Osterferien von 4 auf 3“ ist überprüfbar, „Nachhilfe in Mathe“ nicht.
- Nach zwei Monaten ehrlich auswerten. Passiert nichts, liegt es nicht am Stoff.