PayPal Gebührenrechner 2026

Berechnen Sie in Sekunden, was von einer PayPal-Zahlung bei Ihnen ankommt. Im Inland sind es 2,49 % + 0,35 €, von 100 € bleiben also 97,16 €. Der Rechner arbeitet auch rückwärts: Er sagt Ihnen, welchen Preis Sie aufrufen müssen, damit Ihr Wunschbetrag übrig bleibt.

€
Gebührensatz:2,49 % und 0,35 €

Verifizierte Berechnung

Aktualisiert: 2026-01-01

Diese Berechnung basiert auf offiziellen Quellen und wird regelmäßig aktualisiert.

PayPal Gebührenordnung Deutschland

PayPal Gebühren 2026: Alle Sätze im Überblick

Wer über PayPal Geld empfängt, zahlt die Gebühr — nicht, wer sendet. Für Verkäufer in Deutschland sind das bei einer Zahlung aus dem Inland oder dem EWR 2,49 % des Betrags plus 0,35 € Festgebühr. Kommt der Käufer aus dem Ausland, kommt ein prozentualer Aufschlag hinzu. Der Rechner oben nimmt genau diese Sätze und rechnet in beide Richtungen: vom Kaufpreis zum Auszahlungsbetrag und vom gewünschten Auszahlungsbetrag zurück zu dem Preis, den Sie aufrufen müssen.

Gebührentabelle für Verkäufer

Herkunft des KäufersProzentsatzFestgebührGebühr bei 100 €
Deutschland und EWR2,49 %0,35 €2,84 €
Vereinigtes Königreich2,49 % + 1,29 % = 3,78 %0,35 €4,13 €
USA oder Kanada2,49 % + 1,99 % = 4,48 %0,35 €4,83 €
Übrige Länder2,49 % + 2,99 % = 5,48 %0,35 €5,83 €
Freunde & Familie im Inland0 %0,00 €0,00 €

Stand der Sätze: 2026, Standardpreise für Empfänger in Deutschland. Maßgeblich ist immer die aktuelle Gebührenübersicht von PayPal. Wenn Sie Sonderkonditionen oder das Micropayment-Modell vereinbart haben, gelten die Konditionen aus Ihrem eigenen Konto.

Warum kleine Beträge prozentual so teuer sind

Die 0,35 € fallen unabhängig von der Höhe an. Bei 10 € sind das allein 3,5 %, bei 1.000 € nur noch 0,035 %. Deshalb steigt die effektive Gebühr, je kleiner die Zahlung ausfällt:

KaufpreisPayPal-GebührSie erhaltenEffektiv
10,00 €0,60 €9,40 €5,99 %
25,00 €0,97 €24,03 €3,89 %
50,00 €1,60 €48,40 €3,19 %
100,00 €2,84 €97,16 €2,84 %
250,00 €6,58 €243,42 €2,63 %
1.000,00 €25,25 €974,75 €2,53 %

Die Formel — und ihre Umkehrung

Vom Kaufpreis zur Gebühr ist es eine Zeile:

Gebühr = Kaufpreis × 0,0249 + 0,35

Die häufigere Frage ist aber die umgekehrte: Welchen Preis muss ich aufrufen, damit am Ende genau 100 € bei mir ankommen? Dafür reicht es nicht, 2,84 € draufzuschlagen — auf den höheren Preis fällt ja wieder Gebühr an. Richtig ist:

Kaufpreis = (Zielbetrag + 0,35) ÷ (1 − 0,0249)

Für 100 € Auszahlung sind das 102,91 €. Die Gebühr darauf beträgt 2,91 €, und es bleiben exakt 100,00 € übrig. Im Rechner oben stellen Sie dafür die Rechnungsgrundlage auf Zielbetrag.

Freunde & Familie: wann es wirklich 0 € kostet

Gebührenfrei ist eine Zahlung an Freunde und Familie nur, wenn sie innerhalb Deutschlands läuft und aus PayPal-Guthaben oder vom Bankkonto finanziert wird. Bezahlt der Absender mit Kreditkarte, berechnet PayPal ihm eine Gebühr; geht das Geld ins Ausland, ebenfalls.

Wichtig für Verkäufer: Bei „Freunde & Familie“ greift der PayPal-Käuferschutz nicht. Wer diese Option für einen echten Verkauf nutzt, spart 2,84 € pro 100 € — und verstößt gegen die Nutzungsbedingungen. PayPal kann das Konto dafür einschränken. Die Ersparnis lohnt dieses Risiko in aller Regel nicht.

Vier Wege, die Gebühr ehrlich zu senken

  1. Kleinbeträge bündeln. Zehn Zahlungen à 10 € kosten zusammen 5,99 €, eine einzelne Zahlung über 100 € kostet 2,84 €. Das ist der größte Hebel überhaupt — es sind die 0,35 €, die weh tun, nicht die 2,49 %.
  2. In Euro abrechnen lassen. Fremdwährungen kosten zusätzlich einen Aufschlag auf den Wechselkurs. Wer international verkauft, fährt günstiger, wenn der Preis in Euro ausgezeichnet ist.
  3. Das Micropayment-Modell prüfen. Wer viele sehr kleine Beträge empfängt (E-Books, Downloads, Trinkgelder), kann bei PayPal ein Modell mit niedrigerer Festgebühr und höherem Prozentsatz beantragen. Ab welchem Betrag sich das dreht, hängt von den Konditionen ab, die PayPal Ihnen anbietet.
  4. Die Gebühr einpreisen statt aufschlagen. Eine offen ausgewiesene „PayPal-Gebühr“ als eigener Posten ist gegenüber Verbrauchern nicht zulässig. Rechnen Sie sie stattdessen in den Preis ein — mit der Zielbetrag-Formel oben.

Was der Rechner nicht abbildet

  • Individuell vereinbarte Händlerkonditionen und Mengenrabatte
  • Den Umrechnungsaufschlag bei Zahlungen in fremder Währung
  • Gebühren für Rückbuchungen und Käuferschutzfälle
  • Zusatzprodukte wie Ratenzahlung oder Lastschrift im PayPal-Checkout

Für alles, was über den Standardfall hinausgeht, ist die Gebührenseite in Ihrem eigenen PayPal-Konto die verbindliche Quelle — dort stehen die Konditionen, die für Sie gelten.

PayPal im Vergleich zu anderen Zahlungswegen

PayPal ist selten die günstigste Option, aber fast immer die, der Käufer am ehesten vertrauen. Wie sich die Gebühr zu anderen Wegen verhält, rechnen Sie hier nach:

Gebühren richtig verbuchen

Die PayPal-Gebühr ist für Unternehmen eine Betriebsausgabe, kein Abzug vom Erlös. Umsatzsteuerlich bleibt der volle Kaufpreis Ihr Umsatz: Bei 100 € Verkauf führen Sie die Umsatzsteuer auf 100 € ab, auch wenn nur 97,16 € auf dem Konto ankommen. Die Gebühr selbst ist als Finanzdienstleistung umsatzsteuerfrei, es gibt darauf also keine Vorsteuer zu ziehen. Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen ohnehin keine Umsatzsteuer aus; ob Sie noch unter der Grenze liegen, klärt der Kleinunternehmer-Rechner.

Fazit

Für den Normalfall — Käufer in Deutschland, Zahlung in Euro — sind es 2,49 % plus 0,35 €, und von 100 € bleiben 97,16 € übrig. Interessant wird es an den Rändern: bei sehr kleinen Beträgen, bei Käufern außerhalb des EWR und immer dann, wenn ein bestimmter Betrag ankommen soll. Genau dafür ist der Rechner oben gedacht.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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