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Berechnen Sie die Kosten für Zahnersatz

Zahnersatz-Kosten berechnen
Berechnen Sie die Kosten für Zahnersatz und den Zuschuss Ihrer Krankenkasse

Zahnersatz: 60 Prozent — aber nicht wovon Sie denken

Die Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss von 60 % der Regelversorgung. Nicht 60 % Ihrer Rechnung. Die Regelversorgung ist die einfachste medizinisch ausreichende Lösung, und wer etwas anderes wählt, bekommt trotzdem nur diesen Betrag.

Bei einer Krone bedeutet das: Regelversorgung rund 400 €, Festzuschuss rund 240 €. Nehmen Sie stattdessen eine Vollkeramikkrone für 900 €, bleiben 660 € bei Ihnen — nicht 360 €.

Was der Zuschuss steigen lässt

Ein Kontrollbesuch im Jahr, eingetragen ins Bonusheft. Bei einer größeren Versorgung über 8.000 € ist der Unterschied zwischen 60 und 75 % ein vierstelliger Betrag — für zehn Termine, die ohnehin sinnvoll sind.

Eine einzige vergessene Untersuchung setzt den Zähler zurück. Bei Kindern und Jugendlichen zählen halbjährliche Untersuchungen.

BonusheftZuschussBei 400 € Regelversorgung
kein Nachweis60 %240 €
5 Jahre lückenlos70 %280 €
10 Jahre lückenlos75 %300 €

Typische Kosten

VersorgungGesamtkostenEigenanteil bei 60 %
Krone, Regelversorgungca. 400 €ca. 160 €
Krone, Vollkeramik800 – 1.000 €560 – 760 €
Brücke, drei Glieder800 – 1.500 €400 – 1.100 €
Implantat mit Krone2.000 – 3.500 €1.760 – 3.260 €
Teilprothese700 – 1.500 €300 – 1.100 €
Vollprothese je Kiefer600 – 1.200 €250 – 850 €

Implantate sind in der Regel keine Regelversorgung. Der Festzuschuss entspricht dann dem der vergleichbaren konventionellen Lösung, was den Eigenanteil in die Höhe treibt.

Die Härtefallregelung

Bei geringem Einkommen übernimmt die Kasse die Regelversorgung vollständig. Die Einkommensgrenze liegt bei rund 1.500 € brutto im Monat für Alleinstehende und steigt mit jedem Angehörigen; bei Bürgergeld, Grundsicherung oder BAföG gilt sie ohne weitere Prüfung.

Knapp darüber greift eine gleitende Härtefallregelung, bei der der Eigenanteil begrenzt wird. Fragen Sie danach — die Kasse weist selten von sich aus darauf hin.

Vor der Behandlung

  1. Heil- und Kostenplan erstellen lassen und bei der Kasse einreichen. Ohne Genehmigung kein Zuschuss.
  2. Zweitmeinung einholen. Sie ist bei größeren Versorgungen kostenlos und führt regelmäßig zu einem anderen Plan — und zu einem anderen Preis.
  3. Nach Alternativen fragen. Zwischen Implantat und Brücke liegen oft mehr als tausend Euro, ohne dass das teurere medizinisch überlegen wäre.
  4. Auslandsbehandlung prüfen, wenn es um größere Summen geht. In Ungarn oder Polen liegen die Preise bei 40 bis 60 % des deutschen Niveaus, und die Kasse zahlt ihren Festzuschuss auch dort. Rechnen Sie Anreise und Nachsorge mit ein.

Zahnzusatzversicherung

Sie lohnt sich, wenn Sie sie abschließen, bevor etwas ansteht — bei bereits angeratener Behandlung leistet keine Versicherung. Übliche Beiträge liegen bei 15 bis 40 € im Monat.

Achten Sie auf die Zahnstaffel: In den ersten Jahren ist die Leistung meist auf einen Höchstbetrag gedeckelt, oft 1.000 € im ersten Jahr. Und auf die Erstattungsgrundlage: „80 % der Gesamtkosten“ ist etwas völlig anderes als „80 % inklusive Kassenleistung“, was faktisch nur 20 % Eigenleistung bedeutet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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