Gehaltsrechner 2026

Verifizierte Berechnung

Aktualisiert: 2026-01-01

Vereinfachte Berechnung, für genaue Werte Steuerberater konsultieren

Bundesministerium der Finanzen - Lohnsteuer

Von 4.000 brutto bleiben nicht 3.000

Rund 40 % gehen ab, bevor das Gehalt auf dem Konto ankommt: etwa 20 % Sozialabgaben und je nach Steuerklasse 15 bis 25 % Lohnsteuer. Bei 4.000 € brutto in Steuerklasse I landen ungefähr 2.500 € netto.

Die Sozialabgaben sind dabei der berechenbare Teil. Die Steuer hängt an Steuerklasse, Kirchenzugehörigkeit, Kindern und Freibeträgen — und genau dort liegt der Spielraum.

Die Sozialabgaben 2026

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenkasse liegt 2026 bei 2,9 %, wird aber von jeder Kasse selbst festgelegt — zwischen der günstigsten und der teuersten liegen bei 4.000 € brutto leicht 20 € im Monat.

Kinderlose ab 23 zahlen 0,6 Prozentpunkte mehr Pflegeversicherung, und zwar allein. Ab dem zweiten Kind sinkt der Beitrag dagegen um 0,25 Prozentpunkte je Kind unter 25, bis zum fünften.

BeitragGesamtIhr AnteilBemessungsgrenze im Monat
Rentenversicherung18,6 %9,3 %8.450 €
Arbeitslosenversicherung2,6 %1,3 %8.450 €
Krankenversicherung14,6 % + Zusatzbeitragdie Hälfte5.812,50 €
Pflegeversicherung3,6 %1,8 %5.812,50 €

Warum Gutverdiener anteilig weniger abgeben

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind der Grund. Kranken- und Pflegeversicherung enden bei 5.812,50 € im Monat, Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 8.450 €. Was darüber liegt, bleibt beitragsfrei.

Bei 6.000 € brutto zahlen Sie also auf die letzten 187,50 € keine Kranken- und Pflegebeiträge mehr. Anteilig sinkt die Sozialabgabenlast damit, während die Steuerlast weiter steigt — beides zusammen ergibt die Kurve, die viele als „von der Erhöhung bleibt nichts“ beschreiben und die so nicht stimmt.

Die Steuerklassen

Die Kombination III/V bringt monatlich mehr aufs Konto und führt fast immer zu einer Nachzahlung, weil zu wenig einbehalten wurde. Am Jahresende gleicht sich alles aus — die Steuerklasse verändert nicht die Steuerschuld, nur den Zeitpunkt.

Eine echte Ausnahme gibt es: Lohnersatzleistungen wie Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld richten sich nach dem Nettogehalt. Wer vor der Elternzeit rechtzeitig in eine günstigere Klasse wechselt, bekommt tatsächlich mehr — siehe Elterngeld-Rechner.

KlasseFür wenWirkung
ILedige, GeschiedeneStandard
IIAlleinerziehendemit Entlastungsbetrag
IIIVerheiratete, höheres Einkommenniedriger Abzug
IVVerheiratete mit ähnlichem Einkommenwie zwei mal Klasse I
IV mit FaktorVerheirateteverteilt gerecht, vermeidet Nachzahlung
VVerheiratete, niedrigeres Einkommenhoher Abzug
VIzweites Arbeitsverhältnishöchster Abzug

Was netto mehr bringt als eine Gehaltserhöhung

Bei einer Bruttoerhöhung um 100 € kommen je nach Situation 55 bis 60 € an. Ein Sachbezug von 50 € kommt vollständig an — und kostet den Arbeitgeber weniger.

  • Sachbezug bis 50 € im Monat, steuer- und abgabenfrei — Tankkarte, Gutschein, Zuschuss zum Nahverkehr.
  • Betriebliche Altersvorsorge aus dem Bruttogehalt, mit mindestens 15 % Arbeitgeberzuschuss auf die eingesparten Sozialabgaben.
  • Jobticket und Dienstrad-Leasing, beides steuerlich begünstigt.
  • Fahrtkostenzuschuss, pauschal versteuert mit 15 %.
  • Kinderbetreuungszuschuss für nicht schulpflichtige Kinder, steuerfrei und unbegrenzt.

Und einmal im Jahr

Der Lohnsteuerabzug kennt nur die Werbungskostenpauschale von 1.230 €. Pendlerpauschale, Fortbildung, Arbeitszimmer, Handwerkerleistungen, außergewöhnliche Belastungen — all das holen Sie erst mit der Steuererklärung: Steuerrechner.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)