200 Euro im Monat, dreißig Jahre lang
Eingezahlt werden dabei 72.000 €. Bei 5 % Rendite stehen am Ende rund 166.000 € — mehr als das Doppelte, und der Unterschied kommt allein aus der Zeit.
Genau das ist der Punkt beim regelmäßigen Sparen: Nicht die Höhe der Rate entscheidet, sondern wie lange sie läuft.
Was Zeit ausmacht
Von 30 auf 40 Jahre verdoppelt sich das Ergebnis fast, obwohl nur ein Drittel mehr eingezahlt wird. Wer mit 25 anfängt statt mit 35, kommt bei gleicher Rate auf ein deutlich anderes Ergebnis — und die zehn Jahre lassen sich später nicht nachkaufen.
| Laufzeit | Eingezahlt | Endkapital | davon Zinsen |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 24.000 € | 31.056 € | 7.056 € |
| 20 Jahre | 48.000 € | 82.207 € | 34.207 € |
| 30 Jahre | 72.000 € | 166.452 € | 94.452 € |
| 40 Jahre | 96.000 € | 305.204 € | 209.204 € |
Rate oder Laufzeit
Dasselbe Ziel, dreimal derselbe Zins — und einmal zahlen Sie 77.000 € ein, einmal 43.000 €. Die Differenz von 34.000 € erledigt die Zeit.
| Laufzeit | Nötige Monatsrate | Eingezahlt insgesamt |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 644 € | 77.280 € |
| 20 Jahre | 243 € | 58.320 € |
| 30 Jahre | 120 € | 43.200 € |
Die Reihenfolge, in der es sinnvoll ist
- Teure Schulden weg. Ein Dispo zu 11 % kostet mehr, als jede Anlage sicher bringt: Dispozinsen-Rechner.
- Notgroschen aufbauen: drei Nettomonatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto, jederzeit verfügbar.
- Erst dann langfristig anlegen. Für Geld, das zehn Jahre und länger liegen bleibt, kommt der ETF-Sparplan in Frage.
Zwei Dinge, die die Rechnung verderben
Kosten. Ein Prozentpunkt Gebühr im Jahr klingt harmlos und kostet über dreißig Jahre bei 200 € monatlich rund 30.000 €. Bei Fondssparplänen sind Ausgabeaufschläge und laufende Kosten der wichtigste Punkt im Kleingedruckten.
Inflation. Die 166.000 € nach dreißig Jahren haben bei 2 % Teuerung die Kaufkraft von heute rund 92.000 €. Das ist kein Argument gegen das Sparen, sondern eines für eine Rendite, die über der Inflation liegt.