Stundensatz-Rechner

Berechnen Sie Ihren optimalen Stundensatz als Freelancer oder Selbstständiger

Stundensatz berechnen
Berechnen Sie Ihren optimalen Stundensatz als Freelancer oder Selbstständiger

Büro, Software, Versicherungen, Marketing, Steuerberater, etc.

Typisch: 60-80% (Rest: Akquise, Verwaltung, Weiterbildung)

Empfohlen: 15-30% für Rücklagen und Wachstum

Den Stundensatz rückwärts rechnen

Der übliche Fehler: das frühere Angestelltengehalt nehmen, durch 1.800 Stunden teilen, fertig. Wer 60.000 € brutto verdiente, landet bei 33 € und wundert sich, warum am Jahresende nichts übrig ist.

Der Weg geht andersherum. Beginnen Sie bei dem, was Sie zum Leben brauchen, addieren Sie alles, was ein Arbeitgeber sonst getragen hat, und teilen Sie am Schluss durch die Stunden, die Sie wirklich abrechnen können.

Wie viele Stunden bleiben übrig?

211 Tage à 8 Stunden wären 1.688. Davon gehen Akquise, Angebote, Buchhaltung, Fortbildung und Leerlauf ab — realistisch 25 bis 35 %. Es bleiben 1.100 bis 1.270 abrechenbare Stunden.

PositionTage
Kalendertage im Jahr365
Wochenenden− 104
Feiertage− 10
Urlaub− 30
Krankheit und Ausfall− 10
Arbeitstage211

Die Rechnung

65 € netto, also 77,35 € brutto für Privatkunden. Wer 40 € verlangt, arbeitet für gut die Hälfte dessen, was er zum Erreichen desselben Nettos bräuchte.

Ziel: 3.000 € netto im Monat
PositionIm Jahr
Gewünschtes Netto36.000 €
Einkommensteuer (geschätzt)+ 14.000 €
Kranken- und Pflegeversicherung+ 9.500 €
Altersvorsorge+ 6.000 €
Betriebsausgaben+ 12.000 €
Nötiger Nettoumsatz77.500 €
geteilt durch 1.200 Stundenca. 65 € je Stunde

Stunden, Tage oder Festpreis

Der Stundensatz ist ehrlich und begrenzt Sie: Mehr verdienen heißt mehr arbeiten. Der Tagessatz ist im Beratungsgeschäft üblich und liegt meist bei sieben bis acht Stundensätzen — bei 65 € also 460 bis 520 €.

Der Festpreis ist die einzige Form, in der Erfahrung sich auszahlt. Wer eine Aufgabe in vier statt zwölf Stunden löst, verdient beim Stundensatz weniger und beim Festpreis dreimal so viel. Voraussetzung ist ein klar umrissener Auftrag, sonst kippt derselbe Vorteil ins Gegenteil.

Wann Sie erhöhen sollten

  • Wenn Sie keine Anfrage mehr ablehnen müssen, weil ausgelastet — dann ist der Preis zu niedrig.
  • Wenn niemand mehr über den Preis verhandelt. Ein bisschen Widerstand gehört dazu.
  • Bei neuen Kunden zuerst. Bestandskunden erhöht man mit Ankündigung und Frist, nicht auf der nächsten Rechnung.
  • Jährlich um mindestens die Inflationsrate. Wer drei Jahre denselben Satz nimmt, hat real gekürzt.

Und dann prüfen Sie es gegen

Ihr Stundensatz muss zum Markt passen, sonst hilft die schönste Kalkulation nichts. Aber er darf nicht unter dem liegen, was diese Rechnung ergibt — dann arbeiten Sie zu, und das fällt erst nach zwei Jahren auf.

Die vollständige Jahresrechnung mit Steuern und Versicherung führt der Freelancer-Rechner. Was ein vergleichbares Angestelltengehalt netto bringt, zeigt der Gehaltsrechner.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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